Tommy Brix

Designer | Illustrator | Art Director

Während das Münchner Urgestein Tommy Brix alias Pixel als jugendlicher Graffiti-Aktivist und Street Art Künstler noch graue Häuserwände mit Leben und Farbe füllte und die anrückende Sittenpolizei mit blitzschnellen Moves und fluchtbereiten Adidas-Sneakers an der Nase herumführte, hat sich der mittlerweile der Illegalität Entwachsene zu einem der begehrtesten Graphic Designer und Art Director Münchens gemausert.
Dabei ist das Enfant terrible der visuellen Ästhetik schon längst über seine Sprühdosenzeit hinausgewachsen und widmet sich heute vor seinen sechs riesigen Flash Gordon-Monitoren, die zuweilen an eine überdimensionale Kinoleinwand erinnern, vorrangig dem weiten Feld seines unverwechselbaren Art-Works, das in Form von Corporate Identities und Corporate Designs auf CD- und Plattencovern, Autos, Skateboards, Snowboards, Leinwänden zu finden ist und seine ganz eigene, von der Strasse inspirierte Handschrift trägt. Tommy Brix, der in Fachkreisen auch der Lang Lang der virtuosen Enter-Taste genannt wird, ist aber auch ein nicht wegzudenkender Teil des Münchner Nachtlebens. Schließlich designte der grafische Mentalist für nahezu alle Clubs der Stadt diverse Flyer, Plakate, Banner und Corporate Designs und ermöglichte somit auch der breiten Masse einen Blick in seinen verqueren Kosmos aus Individualität und kreativer Verspieltheit. Getreu dem Motto „Qualität statt Quantität“ setzt der selbsternannte Sneaker-Fanatiker Tommy Brix bei all seinen Schöpfungen auf eigene Ideen statt auf geraubte Kopien und manifestiert seine meist im Zen-Buddhistischen Rausch entstandenen Grafiken und Designs auch im Interieur-Segment oder auf T-Shirts, die allesamt ausschließlich in Form von limitierten Auflagen oder Einzelstücken auf den Markt kommen.
Diese Vielfältigkeit und inbrünstige Leidenschaft gepaart mit der ständigen Bereitschaft sich weiterzuentwickeln, verschaffte ihm nicht nur ein dreijähriges Engagement als designender Art Director für die Kollektion von Live&Love, bei dem er trotz angeborenem Zyklopenauge kaum das Tageslicht erblickte und teilweise für Wochen in einem kreativen Wurmloch aus fressenden Pac-Man-Pixeln verschwand, sondern letztlich sogar den Trainertitel an der Marketing Akademie München, wo er in kürzester Zeit die Schlüsselrolle in den Bereichen „Art-  und Creative Director“ übernahm. Übernommen hat der visuell angreifende Moni-Torjäger übrigens auch die sensationelle Gestaltung dieses im Augenblick in Ihren Händen befindlichen „Fremdenverführers“, der ohne sein hartnäckiges Mitwirken im grafischen Strafraum nur aus schwarzen Buchstaben auf weißem Grund bestanden hätte.