Susanne Hühn

Ich wurde 1965 in Heidelberg geboren und bin vom Sternzeichen her Fische mit AC Krebs. Schon als Kind half ich gerne anderen Menschen. Ich machte nach dem Abitur 1986 mein Staatsexamen als Physiotherapeutin in Berlin und konzentrierte mich besonders auf den Zusammenhang von körperlichen Schmerzen und Gefühlen. Ich liebte meinen Beruf sehr, doch es reichte mir nicht, nur den Körper zu behandeln. Mich interessierte in Wahrheit die Seele der Menschen! Also folgten ab 1992 weitere Ausbildungen in allen möglichen psychologischen und spirituellen Richtungen. Besonders wichtig ist mir dabei die Synthese aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Schulmedizin und spirituellem Wissen. Durch die Transsexualität meines damaligen Ehemannes kam ich auf einmal persönlich in Not. Ich musste damit umgehen, dass sich mein Mann zur Frau entwickelte. So begann ich zu schreiben, einen Roman über genau einen solchen Mann und wie es seiner Freundin mit diesem Thema erging. Als ich einmal angefangen hatte zu schreiben, konnte ich nicht mehr aufhören und so sind es bis heute mehr als fünfzig Bücher, die ich seit dem Jahre 2000 in verschiedenen Verlagen veröffentlicht habe. Mich interessiert, was den Menschen im Innersten zusammenhält, was ihn trägt, wenn alles andere wegfällt. Und wie man diese innere Quelle bewusster nutzen kann. Ich begann, auch Sachbücher zu schreiben und merkte schnell, dass mich besonders Beziehungsthemen und das innere Kind, der sehr verletzliche, schutzbedürftige, unschuldige Anteil eines Menschen, der gleichzeitig den wahren Wesenskern enthält, sehr berührte. Mein innigstes Bestreben ist es, Menschen ihr eigene Inneres nahe zu bringen und sie dabei zu unterhalten. Ob ich Sachbücher schreibe oder Romane, ich möchte, dass mein Leser sich an sein eigenes berührbares Menschsein erinnert  und sich selbst ein Stückchen näherkommt. Das ist mein tiefstes Bestreben, dafür bin ich hier.

Mein wichtigstes Schlüsselerlebnis in Bezug auf mein eigenes Schreiben erlebte ich in Berlin. Es war kalt, es war dunkel, ich war einsam und ich war ziemlich am Ende. Doch ich las gerade ein Buch, das mich interessierte, irgendeinen Roman. Solange es auf der Welt einen Roman gibt, der mich berührt, mich weicher werden lässt und mich mit dem Leben versöhnt, solange bleibe ich noch, entschied ich. Solche Bücher möchte ich schreiben, Bücher, die einem vermitteln: es lohnt sich, weiterzumachen, egal, wo man gerade steht.